Das Modem MD4 wurde als Komponente des SINAUT ST7-Systems entwickelt, ist aber auch unabhängig von diesem System als normales ISDN-Modem einsetzbar. Aufgrund seiner Bauform und seiner elektrischen Eigenschaften eignet sich das MD4 vor allem für die Anwendung im industriellen Bereich.

ISDN-Modem

Als ISDN-Wählmodem eingesetzt ermöglicht es den Verbindungsaufbau mit anderen MD4-Modems oder kompatiblen, z.B. mit dem Modem LGM64K, das beim SINAUT ST1-System zum Einsatz kam.

Standleitungsmodem

Bei Anschluss an eine ISDN-Standleitung können beliebig große Entfernungen überbrückt werden. Es ist Aufgabe des Standleitungsproviders dafür zu sorgen, dass an beiden Endpunkten ausreichend Empfangspegel zur Verfügung steht.

Von der Deutschen Telekom werden beispielsweise die nachfolgenden ISDN-Standleitungsprodukte angeboten, die für das MD4 geeignet sind:

ISDN-Standleitungsprodukte der Deutschen Telekom

Bezeichnung

Verfügbare Kanäle

Anmerkung

LeasedLink SFV Digital 64S

1 x 64Kbit/s B-Kanal

Geeignet für eine MD4-Standleitungsverbindung

LeasedLink SFV Digital 64S2

2 x 64Kbit/s B-Kanäle

Geeignet für zwei parallele MD4-Standleitungsverbindungen

LeasedLink SFV Digital TS02

2 x 64Kbit/s B-Kanäle

Geeignet für zwei parallele MD4-Standleitungsverbindungen.

1 x 16Kbit/s D-Kanal

Der D-Kanal kann nicht für eine MD4-Standleitungsverbindung verwendet werden.


Als Standleitungsmodem eingesetzt, erlaubt das MD4 Modem den Aufbau von Netzstrukturen in der Konfiguration "Punkt-zu-Punkt" oder "Stern". Wird das Modem in der Zentrale eingesetzt, kann durch das Zusammenbinden von mehreren MD4 über ihre RS485-Schnittstelle das Sternnetz auf bis zu 32 Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ausgebaut werden.