Der transformatorische Spannungs-Konstanthalter hat die Aufgabe elektrische Verbraucher bei auftretenden Netzschwankungen mit konstanter Spannung zu versorgen.

Der Vorteil eines Spannungs-Konstanthalters mit Stelltransformator ist die proportionale Veränderung der Sinuswelle, d.h. der Spannungs-Konstanthalter zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sowohl Effektiv-, Mittel- als auch der Scheitelwert verhältnisgleich konstant gehalten wird.

Einen einwandfreien Effektivwert erfordern z.B. Verbraucher, bei denen die Auslastung durch die thermischen Grenzwerte bestimmt wird. Stark kapazitive Belastungen in Gleichspannungsgeräten reagieren auf den Mittelwert. Eine leicht kapazitive Belastung wird dagegen durch den Scheitelwert beeinflusst. Die genannten Faktoren sind aber nur bei sinusförmigen Wechselspannungen zu gewährleisten, und das kann auf einfache Weise nur durch einen Stelltransformator verwirklicht werden.

Spannungs-Konstanthalter stabilisieren die zugeführte Netzspannung U1 unabhängig von der Frequenz und dem Leistungsfaktor auf den Bemessungswert der Ausgangsspannung U2N innerhalb der eingestellten Regelgenauigkeit (± 1 % von U2N). Die Regelzeit beträgt vom oberen oder unteren Endwert bis zum Bemessungswert 1,5 s bis 2,5 s. Die Kurvenform der zugeführten Spannung wird nicht verändert.

Die Ausgangsspannung U2 wird im elektronischen Schrittregler mit einer fest eingestellten Referenzspannung verglichen. Bei jeder Spannungsabweichung, die größer als die eingestellte Ansprechempfindlichkeit ist, wird die Abweichung durch den elektronischen Schrittregler mit einer Genauigkeit von ± 1 % über einen Stellmotor und bewegbaren Stromabnehmer am Stelltransformator ausgeregelt.

Transformatorische Spannungs-Konstanthalter:

Umgebungsbedingungen

Die transformatorischen Spannungs-Konstanthalter 4FL sind klimafest für Aufstellung in Räumen mit Innenraumklima nach DIN 50010.

Grenzwerte:

Kurzschluss- und Überlastschutz

Transformatorische Spannungs-Konstanthalter müssen primärseitig mit Sicherungen der Betriebsklasse gL/gG vor Schäden bei Kurzschluss geschützt werden. Der Sicherungs-Bemessungsstrom ist nach dem höchsten Primärstrom (fließt bei niedrigster Eingangsspannung) zu bemessen. Ausgangsseitig sind Überlast- und Kurzschlussschutzorgane entsprechend dem Bemessungslaststrom vorzusehen. Im Regelkreis ist ein Überlastrelais eingebaut, die Auslösekontakte (Öffner oder Schließer) sind an einen Schalter zu führen, der bei Störungen den transformatorischen Spannungs-Konstanthalter eingangsseitig unmittelbar vom Netz trennt.